Meniskusschaden, Meniskusriss

Meniskusschaden, Meniskusriss Der Innenmeniskus und der Außenmeniskus sind zwei jeweils halbmondförmige Strukturen, die als Puffer im Kniegelenk fungieren.

Ein Meniskusschaden (Meniskusläsion) bedeutet eine strukturelle Schädigung der Meniskussubstanz. Nur ein geringer Anteil der Schäden läßt sich auf ein konkretes Trauma zurückführen. Die meisten Schädigungen erfolgen aufgrund wiederholter Mikrotraumata, z. B. durch Arbeiten in hockender Position oder als Überlastungsreaktion bei belastenden Sportarten. Zugrundeliegend ist hierbei, insbesondere im mittleren und späteren Lebensabschnitt eine Degeneration (Alterung) des Meniskusgewebes.

Beschwerden:
Es bestehen meist Beschwerden am inneren oder äußeren Gelenkspalt, die oftmals mit Gelenkschwellungen einhergehen. Schmerzhaft sind insbesondere Drehbewegungen oder Treppengehen. Eingeklemmtes Meniskusgewebe kann eine Gelenkblockade hervorrufen.

Diagnostik:
Die Diagnosestellung erfolgt durch die Erhebung der Patientenanamnese, die klinische Untersuchung sowie durch eine Kernspintomographie (MRT).

Therapie:
Kleine, am Rand gelegene Meniskusrisse oder verschleißbedingte Läsionen bei fortgeschrittener Arthrose können konservativ (nicht operativ) behandelt werden.

Bei kompletten Einrissen, verschobenem Meniskusgewebe, Gelenkblockierungen, anhaltenden Beschwerden oder Funktionseinschränkungen ist eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) des Kniegelenkes notwendig. Der defekte Meniskus kann dann zum einen seine ursprüngliche Pufferfunktion nicht mehr wahrnehmen, und zum anderen schädigt das eingerissene Meniskusgewebe den umliegenden Gelenkknorpel und führt somit zu einem vorzeitigen Gelenkverschleiß.

Die Therapie besteht in der arthroskopischen Entfernung des eingerissenen Meniskusanteils (Meniskusteilentfernung) . Der Eingriff kann problemlos ambulant durchgeführt werden. Eine Vollbelastung des Kniegelenkes ist nach ca. 2-3 Tagen möglich. Bürotätigkeiten können bereits nach einigen Tagen wieder ausgeübt werden.

Einen Sonderfall stellt der basisnahe, an der Gelenkkapsel gelegene Meniskuslängsriß dar. Nur die ersten kapselnahen Millimeter des Meniskus sind durchblutet und können arthroskopisch genäht werden (Meniskusnaht). Diese Rißform ist selten und kommt am ehesten bei Kindern und jungen Patienten vor. Die Nachbehandlung erfordert das Tragen einer Bandage (Orthese) mit Limitierung des Bewegungsausmaßes für 6 Wochen. Zusätzlich muß das Bein für 6 Wochen entlastet werden..


eingerissener Meniskus