Kalkschulter (Tendinosis calcarea)

Die Muskeln, die in der Tiefe das Schultergelenk umgeben bilden die sogenannte Rotatorenmanschette. Bevorzugt im mittleren Lebensalter kann es zu umschriebenen Kalkeinlagerungen im Sehnengewebe kommen. Verantwortlich dafür sind degenerative und mechanische Ursachen. Gehäuft beobachtet man das Auftreten der Verkalkungen bei Patienten, die Tätigkeiten in leichter Abspreizung und Innendrehung der Schulter ausüben (z.B. Arbeiten am PC).

Beschwerdesymptomatik:
Zu Beginn der Erkrankung besteht meist nur ein mäßiger Schulterschmerz. Im späteren Stadium kommt es oftmals zu plötzlich auftretenden heftigen Schulterschmerzen mit schmerzhafter Bewegungseinschränkung und Schmerzausstrahlung in den Oberarm. Typisch sind Nachtschmerzen.

Diagnostik:
Die Diagnostik läßt sich problemlos durch eine klinische Untersuchung mit anschließender Ultraschall- und Röntgenaufnahme führen.

Therapie:
Im akuten Stadium steht die Schmerztherapie mit oralen Antiphlogistika, eine gezielte Kortisoninjektion und Eisanwendungen im Vordergrund. Die Resorption der Kalkherde kann durch eine 3-5 mal durchgeführte extrakorporale Stoßwellentherapie beschleunigt werden. Bei anhaltenden Beschwerden oder drohender Gelenkeinsteifung ist nur noch die operative (arthroskopische) Kalkdepotentfernung sinnvoll.

Nachbehandlung:
Eine konsequente Ruhigstellung ist nach dem Eingriff nicht nötig. Es empfiehlt sich eine Schulter-Arm Bandage für 1 Wo. Der Arm sollte für 4 Wochen geschont werden, eine physiotherapeutische Behandlung (Schema wird nach der Operation ausgehändigt) ist für ca. 6 Wochen notwendig. Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten besteht nach ca.14 Tagen.